Baumkronensicherung
BaumPflege & GartenDesign Schmitt aus Schonungen

Nach der „ZTV Baumpflege“ (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege) der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. dient die Kronensicherung der „Stabilisierung der Krone durch gegenseitiges Verbinden von Ästen und Kronenteilen“.
Kronensicherungen können die art- und fachgerechte Baumpflege sinnvoll ergänzen, wenn Schnittmaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg versprechen. Sie können helfen einen wertvollen Baum in seinem natürlichen Habitus zu erhalten oder ein bestehendes Sicherheitsrisiko wie die Bruchgefahr z.B. schwacher, weit nach oben ragender oder weit zu Seite auslagernder Äste zu beseitigen.
Der Einbauzeitpunkt ist zu dokumentieren und MUSS jährlich durch einen qualifizierten Fachbetrieb auf ordnungsgemäße Funktion kontrolliert werden.

In den Richtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. wird unterschieden zwischen:

Bruchsicherung

Bruchsicherungen sollen durch den mehr oder weniger horizontalen Einbau von dynamischen oder von statischen Kronensicherungssystemen das Ausbrechen von erkennbar gefährdeten Kronenteilen verhindern. Sie sind normalerweise nicht geeignet, abstürzende Kronenteile aufzufangen.

  • Dynamische Systeme sollen schwingungsbedingte Überlastungen in der Krone verhindern. Da sie durch die größere Dehnungsfähigkeit das Schwingen nicht unterbinden, sondern starke Ausschläge durch Ruckdämpfer abbremsen und dadurch das Ausbrechen bzw. Abbrechen des Astes verhindern. Hierzu sind Verbindungen/Materialien mit geeignetem Dehnungsverhalten zu verwenden. Je größer Ihre Bruchlast ist, desto geringer Ihr Dehnungsvermögen und um so starrer verhält sich das Kronensicherungssystem unter dynamischer Belastung.
  • Statische Systeme sollen abbruchgefährdete Kronenteile (z.B. angerissene Zwiesel) ruhig stellen. Hierzu sind dehnungsarme Verbindungen/Materialien einzubauen wie z.B. Gurtbänder, Nylon- oder Stahlseile ohne Ruckdämpfer.
statische Systeme bei Bruchsicherung dynamische Systeme bei Bruchsicherung dynamische Systeme bei Bruchsicherung Bruchsicherung, warum Baumkronensicherung sinnvoll ist
Trag- / Haltesicherungen

Trag- / Haltesicherungen sind normalerweise statische Systeme, sie sollen durch den mehr oder weniger vertikalen Einbau von Kronensicherungssytemen bruchgefährdete Kronenteile auch nach dem Bruch halten.

Trag- / Haltesicherungen
Verletzungsfrei einbaubare Kronensicherung

Verletzungsfrei einbaubare Baumkronensicherungen bestehen aus Befestigungsschlaufen, die um Äste/Stämmlinge gelegt werden. Dazwischen werden Seile, Gurte oder Gurtbänder verwendet.

Verletzungsfrei einbaubare Kronensicherung
Nicht verletzungsfrei einbaubare Kronensicherung - Kronenverankerung

zählen zu den Sondermaßnahmen nach geltender ZTV Baumpflege

Kronenverankerungen bestehen aus Stahlgewindestangen als Anker und Verbindungselementen aus Draht- oder hochfesten Kunststoffseilen bzw. Bändern.

Diese werden angewandt wenn:

  • hohe Dauerlasten aufzunehmen sind, d.h. wenn Rissbildungen bereits zu sehen sind oder wenn bei einem Druckzwiesel (d.h. wenn aus einem Stamm zwei Stämmlinge entsprießen und in der V-Bildung zwischen den beiden Stämmlingen die Rinde eingeschlossen ist und hier auch keine feste Verbindung dazwischen besteht) durch den Rindeneinschluss akute Gefahr der Aufspaltung des Stammes besteht.
  • durch umschlingenden Kronensicherungssystemen unter Dauerlast der Baum beschädigt wird.
Nicht verletzungsfrei einbaubare Kronensicherung - Kronenverankerung
Schematische Darstellung des Einbaus von Kronensicherungen
BaumPflege & GartenDesign Schmitt
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97453 Schonungen - Waldsachsen
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