Baumkontrolle
BaumPflege & GartenDesign Schmitt aus Schonungen

Die Baumkontrolle ist eine „fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme des betroffenen Baumes vom Boden aus“. Umfang und Häufigkeit der Kontrollen sind in der Regel abhängig von der berechtigten Sicherheitserwartung des Verkehrs (Straßen, Parks oder Kinderspielplätze) und der Verkehrslage sowie dem Zustand, den Standortbedingungen, der Baumart, der Entwicklungsphase und des Alters des Baumes. Hier geht es um die Verkehrssicherungspflicht, der jeder Baumbesitzer nach dem BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) § 823 Abs.1 nachgehen muss. Prinzipiell endet die Haftung des Verkehrssicherungspflichtigen dort, wo der Schaden auf höhere Gewalt zurückzuführen ist. Unter höherer Gewalt ist generell ein unabwendbares Ereignis zu verstehen, das auch durch die Anwendung äußerster, den Umständen nach möglicher und dem Betreffenden zumutbarer Sorgfalt nicht zu vermeiden war. Beeinträchtigende Symptome der Verkehrsicherheit können z.B. Totholz, Kronenfehlentwicklung, Ausbreitung von Splint- und Kernfäule, Freistellung von Bäumen sowie Eingriffe in den Wurzelbereich sein. Diese werden mit einfachen Hilfsmitteln wie Schonhammer, Sondierungsstab, Fernglas und Bandmaß festgestellt und dokumentiert.

Werden im Zuge der visuellen Baumkontrolle Hinweise gefunden, die Zweifel an seiner Bruch- und Standsicherheit ergeben, sind eingehende Untersuchungen erforderlich. Hierzu gibt es verschieden Möglichkeiten wie z.B. dem Bohrwiderstandsverfahren, Belastungsprüfungen/Zugprüfungen bis hin zu speziellen bildgebenden Verfahren wie der Schalltomographie.

Rechtliche Aspekte, die man mal gelesen haben sollte...

Im November 2004 erschien erstmals von der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V.) ein Regelwerk, das die Grundzüge einer fachgerechten und rechtlich weitgehend abgesicherten Baumkontrolle darlegt.

Immer mehr Gerichte in nehmen bei Urteilsbegründungen von Baumunfällen darauf Bezug. Ein Bundesgerichtshof- Richter meinte anlässlich einer FLL-Tagung, dass Regelwerke wie die Baumkontroll- Regelwerke für Gerichte zwar prinzipiell nicht bindend seien: „Allerdings kann sie durchaus als Maßstab für die Beurteilung einer eventuellen Verkehrsicherungspflichtverletzung herangezogen werden“. Nach aktuell geltender Baumkontroll- Richtlinie sind regelmäßige Kontrollen je nach Baumalter erforderlich, um Schäden / Schadsymptome frühzeitig zu erkennen, zielgerichtete Maßnahmen einzuleiten zu können und somit der Verkehrssicherungspflicht zu genügen und Haftungsansprüche abzuwenden, denn –
„Der allgemeinen Verkehrsicherungspflicht folgend, hat jeder, der einen Verkehr eröffnet oder den öffentlichen Verkehr auf dem seiner Verfügung unterstehenden Grundstück duldet, die allgemeine Rechtspflicht, die notwendigen Vorkehrungen zum Schutze Dritter zu schaffen, d.h. für den verkehrsicheren Zustand zu sorgen. Dies schließt den verkehrsicheren Zustand der Bäume ein“.

Auszug aus dem BGB §823 Abs.1

Nach diesem ist zum Schadensersatz verpflichtet „wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt“. Nach heutiger Rechtsauffassung hat jeder Baumeigentümer bzw. jeder für Bäume Verantwortliche (Verfügungsberechtigte) für den verkehrssicheren Zustand seiner Bäume Sorge zu Tragen und zwar in dem Maß – wie es die „berechtigte Sicherheitserwartung des Verkehrs“ erfordert.

Unsere Bildergalerie - verschaffen Sie sich einen Überblick

Kontrolle des Wurzelbereichs mit Sondierungsstab Kontrolle des Stammes mit Schonhammer Dokumentation der erhobenen Werte Vermessung des Stammumfangs Inaugscheinnahme des oberen Kronenbereichs


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