Baumfällung
BaumPflege & GartenDesign Schmitt aus Schonungen

Wenn baumerhaltende Maßnahmen nicht mehr zum gewünschten Erfolg führen bzw. die Bruch- und Standsicherheit eines Baumes wegen Pilzbefall oder Windbruchschäden nicht mehr gegeben ist, muss schnell gehandelt werden. Hier geht es um die Verkehrssicherungspflicht, der jeder Baumbesitzer nach dem BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) § 823 Abs.1 nachgehen muss. Prinzipiell endet die Haftung des Verkehrssicherungspflichtigen dort, wo der Schaden auf höhere Gewalt zurückzuführen ist. Unter höherer Gewalt ist generell ein unabwendbares Ereignis zu verstehen, das auch durch die Anwendung äußerster, den Umständen nach möglicher und dem Betreffenden zumutbarer Sorgfalt nicht zu vermeiden war.

Auszug aus dem BGB §823 Abs.1

Nach diesem ist zum Schadensersatz verpflichtet „wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt“. Nach heutiger Rechtsauffassung hat jeder Baumeigentümer bzw. jeder für Bäume Verantwortliche (Verfügungsberechtigte) für den verkehrssicheren Zustand seiner Bäume Sorge zu Tragen und zwar in dem Maß – wie es die „berechtigte Sicherheitserwartung des Verkehrs“ erfordert.

Die Entscheidung für eine Fällung ist natürlich im Einzelfall zu prüfen. Je nach örtlicher Gegebenheit muss entschieden werden, welche Mittel einzusetzen sind. Dabei können wir auf modernste Techniken und Methoden zurückgreifen. Zum einen gibt es die klassische motormanuelle Baumfällung, die der Seilklettertechnik mit seilunterstützendem Aufstieg, Steigtechnik mit Baumsteigeisen, das Arbeiten von einer Hubarbeitsbühne aus sowie das Abtragen des Baumes mit Hilfe eines Autokrans.

Wir haben uns auf den Bereich Baumfällungen sowie Spezialfällungen spezialisiert und sind in den unten aufgeführten Techniken fachgerecht ausgebildet, von der Gartenbau- Berufsgenossenschaft zertifiziert und verfügen selbstverständlich über die nötige Erfahrung sowie einer Betriebshaftpflichtversicherung. Diese ist von der BG generell für alle ausführenden Betriebe vorgeschrieben. Selbstverständlich sind wir bestrebt einen Ernstfall nie eintreten zu lassen, aber man kann ja nie wissen.

Dass bei einer Baumfällung anfallende Astmaterial und Stammholz entsorgen wir für Sie umweltgerecht. Den Stamm können wir auch – bei Bedarf – auf ofenfertige Scheitlänge (25cm, 33cm oder 50cm) schneiden und spalten, so dass Sie es nach der Trocknung als Energie- Brennholz verwenden können.

Wir weisen darauf hin, dass nur ausgebildete und von der Berufgenossenschaft für den Gartenbau geprüfte Baumkletterer in der Lage sind, diesbezügliche Arbeiten fachkompetent durchzuführen und über den nötigen Haftpflichtversicherungsschutz verfügen.

Nachfolgend genauere Erläuterung der einzelnen Fällmethoden:

klassische motormanuelle Baumfällung

Dies ist die gängigste Methode einen Baum mittels Fallkerb und Fällschnitt zu erlegen. Hierfür ist aber ausreichend Platz erforderlich, um durch den Fall des Baumes keine großen Schäden zu verursachen. Es gibt je nach Situation verschiedene Schnitttechniken. Daneben werden diese und verwandte Techniken auch im Aufarbeiten des Baumes – dem Zerlegen zu brauchbaren Stücken – verwendet. Durch angepasste Schnitttechniken und den richtigen Einsatz des Werkzeuges kann effektiv und sicher gearbeitet werden.

Die Standardtechnik des Fällvorganges besteht aus der Fallkerbanlage mit Fallkerb und Fällschnitt. Dabei werden Bäume im Allgemeinen mit der Motorsäge und dem Fällheber bzw. Fällkeil gefällt. Früher erfolgte das von Hand mit Zugsäge, Axt und Keilen.

Grundsätzlich wird ein Baum nicht einfach „umgesägt“, sondern gekeilt oder gefällt.

Baumfällung mit Hilfe der Seilklettertechnik

Durch Anwendung der modernen Seilklettertechnik (SKT) können wir auch an schwer zugänglichen Stellen auf Ihrem Grundstück effizient und schonend arbeiten. Somit werden größere Schäden an Baum und Umfeld vermieden. Da das Körpergewicht des Baumkletterers bis zu 98% vom Seil und dem oberen Ankerpunkt aufgenommen wird, ist es uns möglich, unabhängig von der Größe und dem Standort eines Baumes in allen Kronenteilen bis in den Feinastbereich sicher und wachstumsfördernd zu arbeiten.

Entfernte Äste, die nicht fallen dürfen, werden durch den Baumkletterer in Zusammenarbeit mit dem Bodenpersonal vorsichtig am Seil direkt oder über ein Seilbahnsystem mit speziellen Bremsgeräten kontrolliert abgelassen. Auf diese Weise können auch schwierigste Fällungen durchgeführt werden ohne Gebäude bzw. Gärten zu beschädigen.

Ein großer Vorteil der Seilklettertechnik ist auch, dass der Baumkletterer in der Krone einen umfassenden Eindruck vom aktuellen Zustand des Baumes erhält. Verdeckte, vom Boden aus nicht sichtbare Problemstellen werden erkannt und können sofort fachgerecht behoben werden.

Hier noch einige Vorteile der Seilklettertechnik gegenüber dem Einsatz einer Hubarbeitsbühne:

  • die Seilklettertechnik ist geländeunabhängig und auch an für Fahrzeuge unzugänglichen Baumstandorten einsetzbar
  • es findet keine unnötige Bodenverdichtung im empfindlichen Wurzelbereich des Baumes durch das Befahren statt
  • auch bei sehr dichten Baumkronen ist eine gute Zugänglichkeit der inneren Kronenbereiche gegeben
  • es werden keine Schäden an Ästen und Zweigen durch Hubarm oder Korb einer Hubarbeitsbühne verursacht
  • durch den Wegfall hoher Maschinen- oder Mietkosten ist ein kostengünstigeres Arbeiten möglich
Baumfällung mit Hilfe der Steigtechnik / Steigeisen

Hier wird der Baum mit Steighilfen / Steigeisen, wobei Dornen in den Stammbereich eindringen, erklettert. Daher ist diese Aufstiegsmethode NUR in der Baumfällung und nicht in der Baumpflege einsetzbar. Als Sicherung gegen Absturz und zur Arbeitsplatzpositionierung dient ein Kurzsicherungsseil mit innenliegendem Stahlkern, dass bei einem versehentlichen Abrutschen der Motorsäge das Seil nicht durchtrennt werden kann. Dies hätte fatale Folgen für den Baumkletterer, dessen Absturz praktisch vorprogrammiert und verheerend wäre.

Die Vorgehensweise zur Seilklettertechnik unterscheidet sich darin, dass die Äste am Stamm von unten nach oben abgetragen und wenn nötig auch kontrolliert abgeseilt werden. Am Wipfel angelangt, wird dieser fachgerecht mit einem präzisen Schnitt zu Fall gebracht. Nun wird der noch verbleibende Stamm Stück für Stück von oben nach unten in geeigneten Teilen abgetragen. Die bereits abgetrennten, am Boden liegende Äste dienen zur Polsterung für herabfallende Stammstücke. Sollten diese jedoch zu groß werden oder akute Gefahr einer Beschädigung des Eigentums durch unkontrolliertes herabfallen bestehen, werden diese wieder mit Hilfe einer speziellen Ablasstechnik vorsichtig zu Boden gebracht.

Baumfällung mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne

Diese Technik wird angewandt, wenn keine größeren Schäden am Baum oder Wurzelbereich erzeugt werden können bzw. der Zugang zum Baum von einer Straße oder Weg aus gegeben ist. Ansonsten ist die Arbeitsweise die der Fällung mit Seilklettertechnik gleich zu sehen.

Baumfällung mit Hilfe eines Autokrans

Auf diese Methode wird zurückgegriffen wenn durch örtliche Gegebenheiten ein Abtransport des Schnittgutes bzw. des Stammes nicht möglich oder sehr aufwendig ist. Sollte z.B. der Zugang des Gartens nur durch das Treppenhaus gegeben sein oder müssen größere Baumteile aus Platzmangel über das Haus hinweg gehoben werden, kommt ein Autokran zum Einsatz. Da der Kranführer evtl. nicht den kompletten Einblick auf das Grundstück oder den Arbeitsplatz des Baumfällers hat, sind Kletterer und Kranführer über Funk miteinander verbunden, was ein zentimetergenaues Arbeiten ermöglicht.

Der Kletterer muss den Baum bis in den Wipfel erklimmen, um ein sicheres Anschlagen des abzutrennenden Astes mit Hilfe einer ausreichenden Bandschlinge zu ermöglichen. Danach begibt sich dieser auf eine mit dem Kranführer vorher besprochene Ebene im Baum, um diese präzise mit einem Fällschnitt zu trennen. Diese vorherige Absprechung untereinander ist sehr wichtig, da abgeschätzt bzw. berechnet werden muss, welches Gewicht nach dem Durchtrennen des Baumes/Astes auf dem Kranausleger wirkt. Hier ist auf die zulässige Nutzungslast des Autokranes zu achten.

Wir führen Baumfällungen jeglicher Art und Höhe aus, uns ist kein Baum zu groß. Wir nehmen es mit jedem auf…

Hinweis: Je nach Stadt bzw. Landkreis müssen für Baumfällungen (evtl. sogar bei größeren Schnittmaßnahmen) Genehmigungen von den zuständigen Behörden erteilt werden. Des weiteren sind die aktuellen Vorschriften nach dem Bundesnaturschutzgesetz §39 Abs.5 zu beachten.

Sollten Fragen hierzu auftreten, stehen wir Ihnen gerne zur Seite oder sind Ihnen bei Behördengängen zur Genehmigungsanfrage behilflich.

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klassische motormanuelle Baumfällung Aufarbeitung von Grüngut Mit der Seilklettertechnik Mit der Hebebühne Mit den Steigeisen


BaumPflege & GartenDesign Schmitt
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